Verpackung

Umhüllung

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Ver|pạ|ckung 〈f. 20
1. das Verpacken
2. Material zum Verpacken, Hülle

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Ver|pạ|ckung, die; -, -en:
1. <o. Pl.> das Verpacken, das Verpacktwerden:
der Schaden ist bei der V. passiert.
2. Material, Hülle, Umhüllung zum Verpacken.

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Verpackung,
 
die lösbare Umhüllung einer Ware (Packgut), die das Verpacken, Verschließen und die Versandvorbereitung eines Packgutes ermöglicht. Verpackungen sollen den Herstellungsprozess so vereinfachen, dass keine weiteren Umschlagvorgänge anfallen (Produktionsfunktion), als Werbeträger nutzbar sein (Marketingfunktion), im Zusammenhang mit Rückführungssystemen gegebenenfalls mehrmals verwendbar sein beziehungsweise umweltschonend beseitigt werden können (Verwendungsfunktion), das Packgut gegen Druck, Stoß, Feuchtigkeit und Temperatur sowie gegen Verlust und Diebstahl sichern (Schutzfunktion), die Lagerung (Stapelung, Raumausnutzung) erleichtern (Lagerfunktion), die Transportfähigkeit und Raumnutzung optimieren (Transportfunktion), die Handhabung bei der Auslieferung erleichtern (Manipulationsfunktion) und die Kennzeichnung nach Zerbrechlichkeit, Verderblichkeit, Gefährlichkeit oder zwecks einfacherer oder gar automatisierbarer Auftragsabwicklung gewährleisten (Informationsfunktion). Bei der Verpackungsgestaltung, die den Prozess der Auswahl geeigneter Verpackungsmittel und -Stoffe bezeichnet, sind außerdem besondere verbraucher- und lebensmittelrechtliche Bestimmungen zu beachten. So darf das Verpackungsmaterial z. B. nicht den Nähr- und Genusswert der Lebensmittel beeinträchtigen und keine fremden Stoffe (z. B. Weichmacher in Kunststofffolien) an sie abgeben. Die Höhe der Verpackungskosten schwankt zwischen den verschiedenen Branchen stark: Die Materialkosten der Verpackung, bezogen auf den Verkaufspreis, belaufen sich z. B. bei Kosmetika auf 7,5 %, bei Nahrungs- und Genussmitteln auf 6 %, bei Lacken und Farben sowie Arzneimitteln auf 2,5 %.
 
Nach der Verpackungsverordnung werden Verpackungen in Transport-, Verkaufs- und Umverpackungen unterteilt. Transportverpackungen, wie Fässer, Kanister, Kisten, Säcke einschließlich Paletten, Kartonagen, geschäumter Schalen und Schrumpffolien, sollen die Waren auf dem Weg vom Hersteller bis zum Vertreiber vor Beschädigung bewahren, oder sie werden aus Gründen der Sicherheit des Transports verwendet. Verkaufsverpackungen sind geschlossene oder offene Behältnisse und Umhüllungen von Waren, z. B. Becher, Beutel, Dosen, Flaschen, Tragetaschen oder Ähnlichen, die vom Endverbraucher zum Transport oder bis zum Verbrauch der Waren verwendet werden. Umverpackungen sind Blister, Folien, Kartonagen oder ähnlichen Umhüllungen, die als zusätzliche Verpackungen um Verkaufsverpackungen die Abgabe von Waren im Wege der Selbstbedienung ermöglichen, die Möglichkeit des Diebstahls erschweren beziehungsweise verhindern oder überwiegend der Werbung dienen.
 
 
Sowohl 1991 als auch 1995 hatten nach Erhebungen des Umweltbundesamtes Papier/Pappe/Karton den mengenmäßig größten Anteil an den insgesamt verbrauchten Verpackungsmaterialien, gefolgt von Glas, Holz und Kork, Kunststoff und den übrigen Verpackungsmaterialien. Bezogen auf private Haushalte und Kleingewerbe liegt bei den verbrauchten Verpackungsmaterialien Glas mit Abstand an der Spitze, gefolgt von Papier/Pappe/Karton und den übrigen Materialien. Bei der Mehrzahl der Verpackungen (ausgenommen schadstoffhaltige Verpackungen und Mehrwegverpackungen) handelt es sich um Verkaufsverpackungen. Die Bemühungen, Verpackungsabfälle zu verringern, reichen von Materialumstellungen über Minimierung bis hin zur Einführung von Nachfüllpackungen. Seit In-Kraft-Treten der Verpackungsverordnung 1991 ist der Verpackungsverbrauch bei privaten Haushalten und Kleingewerbe bis 1995 etwa um 12 % gesunken, was einem Rückgang des Pro-Kopf-Verbrauchs von 95 kg/Einwohner auf circa 82 kg/Einwohner entspricht. Eine pauschale Bevorzugung von Mehrweg- oder Einwegverpackungen unter ökologischen Gesichtspunkten ist nicht in jedem Fall richtig, die verschiedenen Verpackungsmaterialien sind jeweils für sich zu untersuchen und zu beurteilen.
 
Hier finden Sie in Überblicksartikeln weiterführende Informationen:
 
Lebensmitteltechnik: Verpacken und Abfüllen
 

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Ver|pạ|ckung, die; -, -en: 1. <o. Pl.> das Verpacken; das Verpacktwerden: der Schaden ist bei der V. passiert. 2. Material, Hülle, Umhüllung zum Verpacken: die V. wegwerfen, sorgfältig entfernen.

Universal-Lexikon. 2012.

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